Was ist eigentlich holistischer Content?

Das Bewusstsein für guten Content hat in den vergangenen Jahren extrem zugenommen. Eins der heißesten Themen in diesem Zusammenhang ist derzeit holistischer Content. Der Begriff stammt vom Griechischen „holos“, was „ganz“ bedeutet. Holistischer Content ist also ganzheitlicher Content. Konkret versteht man darunter Seiten, auf denen ein bestimmtes Thema inhaltlich allumfassend behandelt wird.

Holistischer Content - ganzheitlicher Inhalt

Früher war es üblich nach einer Keyword-Analyse für jedes Schlüsselwort eine eigene Seite mit individueller URL zu erstellen. Das galt selbst für Begriffe wie „nachttischlampe“ und „lampe nachttisch“. Mittlerweile ist Google aber so schlau, dass es die Suchintention der Nutzer sehr gut versteht. Unterschiedliche Suchanfragen, die inhaltlich jedoch das gleiche bezwecken, führen nicht mehr zwangsläufig zu verschiedenen Suchergebnissen. Hinzu kommt, dass Google auch die Qualität des Contents immer besser beurteilen kann, beispielsweise dank der Nutzersignale. Der Inhalt wird als Rankingfaktor deshalb immer wichtiger, während Links an Bedeutung verlieren.

6 Punkte, die man auf jeden Fall beachten sollte

1. Thematisch fokussieren

Je umfassender ein Thema behandelt wird, desto größer ist die Gefahr, dass vom eigentlichen Ziel abgelenkt wird. Angenommen, eine Seite hat den Zweck Hanteln zu verkaufen und baut deshalb eine holistische Seite mit dem Titel „Die besten Methoden zum Muskelaufbau“ auf. Im Sinne des allumfassenden Contents müssten nun in der Tat alle Wege aufgezeigt werden, mit denen man seine Musekelmaße vergrößern kann. Also beispielsweise auch Präparate, die gar nichts mit Hanteln zu tun haben. Da der Mensch von Natur aus faul ist, besteht die reale Gefahr, dass ein nicht irrelevanter Teil der Leser sich nicht dafür entscheidet, eine Hantel zu kaufen und klassisches Hanteltraining zu machen, sondern den leichteren Weg wählt und irgendwo Präparate zum Muskelaufbau bestellt. Um trotz der thematischen Ganzheitlichkeit das eigene Ziel nicht aus den Augen zu verlieren, sollte man sich deshalb auf ein konkretes Unterthema fokussieren. Besser wäre demnach eine Seite zum Thema „Muskelaufbau mit Fitnessgeräten“.

2. Meta-Daten nicht vernachlässigen

Ein weiteres Beispiel, das zeigt, dass holistischer Content nicht immer Sinn macht, sind die Meta-Daten. Titel und Description entscheiden darüber, ob ein Suchmaschinennutzer auf den Link in den Suchergebnissen klickt oder nicht. Das tut er nur dann, wenn beides zu seiner Suchanfrage passt. Also eine Antwort auf seine Frage oder eine Lösung zu seinem Problem verspricht. Wird ein komplexes Thema nun aus holistischen Gründen zu allgemein betrachtet, fallen auch die Meta-Daten weniger aussagekräftig aus. Wer beispielsweise konkret nach Ausgehtipps in Palma sucht, wird eher nicht auf einen Link klicken, der sich allgemein mit dem Nachtleben auf Mallorca beschäftigt. Die Meta-Daten bilden also quasi eine natürliche Grenze von holistischem Content und helfen bei der Einschätzung, ob sich ein Thema dafür eignet. Schließlich nützt das beste Ranking nichts, wenn die Klickrate verhalten bleibt. Ganz im Gegenteil: Schlechte Nutzersignale sorgen für eine Herabstufung.

3. Qualität vor Länge

Holistischer Content ist von Natur aus eher lang. Grundsätzlich belohnt Google ausführlichen Content, vorausgesetzt er ist auch hochwertig. Denn auch wenn das oft falsch verstanden wird, steht beim Holismus nicht die Länge, sondern die Qualität im Vordergrund. Wer Inhalte auf einer Seite bündelt, der muss damit nach wie vor einen Mehrwert für die Leser schaffen. Nur dann gelingt es beispielsweise sich als Experte zu profilieren und die Konversionsrate zu erhöhen. Die zentrale Frage bei der Erstellung von ganzheitlichem Content sollte deshalb sein, was der Besucher erwartet und nicht wie man die Suchmaschine glücklich macht. Den die hat letztlich nur ein Ziel: Sie will ihren Nutzer die relevantesten Suchergebnisse anzeigen. Und das sind sicher nicht die längsten, sondern die informativsten Seiten. Grundregel: So lang wie nötig, so kurz wie möglich!

4. Relevanz dank WDF*IDF

WDF*IDF steht für Within-Document-Frequency (WDF) und Inverse-Document-Frequency (IDF). Dabei handelt es sich um ein Verfahren zur Verteilung von Keywords in einem Text. Neben der Termfrequenz spielt dabei auch die Termgewichtung eine Rolle. Ziel ist es Texte zu schaffen, in denen die Keywords in idealer Häufigkeit vorkommen und die deshalb besser ranken. So sehr man über dieses Verfahren auch streiten kann: Bei holistischem Content hilft es die Relevanz im Auge zu behalten. WDF*IDF-Analysen können heute mit fast jedem SEO-Tool vorgenommen werden und zeigen zudem gut auf, welche Aspekte in einen allumfassenden Text zum Thema gehören.

5. Text strukturieren

Nichts schreckt mehr ab als eine dichte Textwand aus tausenden Wörtern. Deshalb ist es gerade bei holistischem Content extrem wichtig, dass dieser vernünftig strukturiert wird. Nicht jeder Besucher möchte sich zum Thema allumfassend informieren. Manche suchen nur die Antwort auf eine konkrete Frage. Mit einem Inhaltsverzeichnis fällt es ihnen auch in einem langen Text leicht, diese schnell zu finden. Zwischenüberschriften gefallen nicht nur Google, sondern helfen ebenfalls bei der thematischen Gliederung. Wo es sinnvoll ist, sollten zudem Aufzählungen und Tabellen zum Einsatz kommen. Passende Bilder lockern den Text auf und lenken die Augen des Lesers. Außerdem lässt sich mit ihnen weiterer Traffic über die Bildersuche generieren. Bei all den Maßnahmen sollten die mobilen Nutzer, die häufig bereits die Mehrheit stellen, nicht vergessen werden. Demnach ist nicht nur auf die Lesbarkeit auf mobilen Endgeräten wie Smartphones und Tablets zu achten, sondern auch auf die Ladezeit der umfangreichen Seiten. Gut strukturierte Texte erhöhen die Verweildauer, während Textwände nur die Absprungrate steigern.

6. Call-to-Action nicht vergessen

Wer holistischen Content erstellen will, der muss Experte zum jeweiligen Thema sein. Experten schenkt man Vertrauen. Und wem man vertraut, da kauft man auch. Damit Sie von der erhöhten Conversion Rate auch profitieren, sollten Sie die Call-to-Action-Elemente nicht vergessen. Denken Sie aber daran, dass die Information zunächst im Vordergrund steht. Kaufangebote sollten deshalb nicht zu dominierend oder gar zu aggressiv sein. Wer sich gut informiert fühlt, der kommt quasi ganz von selbst auf Sie zu.

Fazit: Potential mit Gefahr

Holistischer Content gilt nicht zu Unrecht als einer der Top-Rankingfaktoren der Stunde. Wer sich darauf konzentriert, lesenswerte Inhalte mit Mehrwert zu schaffen, der wird seine Besucher und die Suchmaschinen gleichermaßen beglücken. Wichtig ist nicht die Länge, sondern das Ziel. Wer es bei der Erstellung eines ganzheitlichen Textes aus den Augen verliert, der läuft sogar Gefahr sein Ranking zu verschlechtern. Deshalb steht auch am Anfang von holistischen Inhalten eine fundierte Keyword-Analyse, die jedoch aus einem anderen Blickwinkel betrachtet werden muss.

Guter Content zeichnet sich dadurch aus, dass er den Leser in seinen Bann zieht, auch wenn er eigentlich nur auf der Suche nach einem Detail war. Wem das gelingt, der kann positive Nutzersignale sammeln und nicht nur sein Ranking, sondern auch die Konversionsrate dauerhaft steigern. Das gelingt nicht, indem man eine feste Wortanzahl vorgibt, sondern indem man Texter mit der Inhaltserstellung beauftragt, die ihr Handwerk verstehen und Expertise zum Thema besitzen.

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